Ausstellernachrichten 2017


Nachlese des 62. Internationalen Hörakustiker-Kongresses in Nürnberg

8 300 Gäste aus 83 Ländern besuchten in diesem Jahr Fachvorträge oder die Industrieausstellung mit ihren 135 Ausstellern, die an ihren Ständen Produkte rund um die Hörakustik präsentierten. Auf den nachfolgenden Seiten stellen die Teilnehmer der Industrieausstellung ihre Messehighlights 2017 noch einmal vor – für alle, die sich an ihren Besuch in Nürnburg zurückerinnern wollen, und für jene, die nicht vor Ort sein konnten und sich nun nachträglich informieren möchten. Für die Richtigkeit aller Angaben sind die Firmen jeweils selbst verantwortlich.

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Rezension: Sehr lesenswert!

Auch Menschen, die ihre Zahlenabneigung durch Vermeidung kurieren möchten. Für alle anderen: Sehr lesenswert!Manfred Hintermair und Klaus Sarimski: „Entwicklung hörgeschädigter Kinder im Vorschulalter“ – Stand der Forschung, empirische Analysen und pädagogische Empfehlungen. Median-Verlag 2016, 192 Seiten, 5 Abbildungen, 17 Tabellen, kartoniert, 29,90 Euro, ISBN 978-3-941146-65-5. Erhältlich im Buchshop des Median-Verlages: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Die Autoren bemerken im Vorwort, zwischen Arbeiten zur Frühförderung auf der einen und solchen zur Schule auf der anderen Seite mit diesem Buch eine Lücke schließen zu wollen. Dies gelingt ihnen hervorragend und gleichzeitig bleibt es inhaltlich nicht lediglich bei diesem Lückenschluss. Das Buch in drei Teile unterteilt, mach es für die Leser ausgesprochen gut handhabbar und überschaubar: Wer direkt am pädagogischen Handeln interessiert ist, findet im dritten Teil klare evidenzbasierte „Handreichungen“ zu Diagnostik und Förderung.

Wer darüber hinaus auf eben diese Evidenz neugierig geworden ist, findet im ersten Teil schnell, weil thematisch angelehnt, eine aufgefächerte Darstellung zu Sprachentwicklung, Vorläuferfähigkeiten zu

Lesen und Rechnen, sozial-emotionalen und sozial-kognitiven Fähigkeiten. Hier unternehmen die Autoren eine Herkulesarbeit, indem sie nahezu 300 Quellen sichten, einordnen und berichten. Eine wunderbare Fundstelle für jeden Forscher, der in diesem und verwandter Bereiche arbeitet.

Klingt trocken? Alles andere ist der Fall: Angenehm sachlich und gut nachvollziehbar gelingt es den Autoren, die Leser an unterschiedlichen Befunden und der Dialektik der Forschung teilhaben zu lassen und den aktuellen Stand der Forschung herauszuschälen.

Sehr hilfreich übrigens sind die jeweiligen Einleitungen der Unterkapitel, in denen kondensiert auf wenigen Seiten das aktuelle Wissen und die Theorie zu der „normalen Entwicklung“ dargestellt sind. Und das zweite Kapitel?

Hier berichten die Autoren ausführlich ihren eigenen Beitrag zum Stand der Forschung. Dass dies in vielen Teilbereichen fast identisch mit dem Stand der Forschung „an sich“ ist, spricht natürlich für die beiden Autoren. Eine integrierte Darstellung davon im ersten Teil des Buches wäre daher nicht ganz abwegig gewesen.

Der Vorteil allerdings ist, dass hier auch Lesern, die nun nicht täglich Forschung betreiben, sehr transparent und gut lesbar Einblick gewährt wird, wie aus festgestelltem Forschungsbedarf schließlich Forschungsfragen, Designs, Befunde und erneute theoretische Überlegungen werden.

Wer sollte dieses Buch lieber nicht lesen? Menschen, die sich durch Empiriefundierung in ihrer freien pädagogischen Entfaltung gebremst fühlen. Sicherlich auch Menschen, für die ideologisch eingefärbte Glaubenssätze für ihre Arbeit hilfreicher sind als differenziertsachliche Darstellungen.

Und wohl auch Menschen, die ihre Zahlenabneigung durch Vermeidung kurieren möchten. Für alle anderen: Sehr lesenswert!

Thorsten Burger, Freiburg

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