Ausstellernachrichten 2017


Nachlese des 62. Internationalen Hörakustiker-Kongresses in Nürnberg

8 300 Gäste aus 83 Ländern besuchten in diesem Jahr Fachvorträge oder die Industrieausstellung mit ihren 135 Ausstellern, die an ihren Ständen Produkte rund um die Hörakustik präsentierten. Auf den nachfolgenden Seiten stellen die Teilnehmer der Industrieausstellung ihre Messehighlights 2017 noch einmal vor – für alle, die sich an ihren Besuch in Nürnburg zurückerinnern wollen, und für jene, die nicht vor Ort sein konnten und sich nun nachträglich informieren möchten. Für die Richtigkeit aller Angaben sind die Firmen jeweils selbst verantwortlich.

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Wussten Sie, …?

Ratten sind eine vielgestaltige Gruppe, die einzelnen Arten unterscheiden sich beträchtlich. @Foto: Reg Mckenna… dass Rattenweibchen flirten, indem sie mit ihren Ohren wackeln? Menschen haben andere Strategien entwickelt.

Mit den Ohren wackeln können die wenigsten. Das liegt daran, dass beim Menschen die Ohrmuskulatur im Laufe der Evolution verkümmerte, da sie nicht überlebenswichtig war. Wenn mit den Ohren gewackelt wird, dann meist nicht mit den Ohrmuskeln, sondern den Kopfschwartenmuskeln, sagen Anatomieexperten. Ansonsten müsste sich nämlich die gesamte Ohrmuschel vor- und zurückbewegen – was sich aber möglicherweise trainieren ließe.

… dass eine südamerikanische Laubheuschreckenart die höchsten Paarungslaute im Tierreich erzeugt? Sie liegen bei der Gattung „Supersonus“ bei Frequenzen von bis zu 150 Kilohertz und damit weit jenseits des menschlichen Hörvermögens im Ultraschallbereich. Dieser beginnt oberhalb von etwa 20 Kilohertz, der oberen Hörgrenze des Menschen. Bisher bekannte Laubheuschrecken produzieren typischerweise ein Klangspektrum von 5 bis 30 Kilohertz. Die Supersonus-Männchen erreichen die extreme Tonhöhe mittels im Vergleich zu anderen Heuschreckenarten stärker verkümmerter und damit deutlich kleinerer Flügel.

… dass Wapitis quasi den Weibchen hinterherpfeifen? Der größte Hirsch Nordamerikas produziert schrille, hohe, pfeifartige Töne – neben dem sonst für Hirsche typischen tiefen Röhren. Die hohen Pfiffe übertönen dabei die tiefen Rufe. Wie Forscher herausfanden, produziert er die hohen Töne mit dem Gaumensegel, die tiefen mit den Stimmbändern. Der Vorteil des zweitöniges Rufes: Das tiefe Röhren demonstriert Stärke und Größe, die hohen Schreie sind auch in der Ferne hörbar, um Weibchen anzulocken. Menschen können übrigens ebenfalls am Stimmklang relativ treffsicher erkennen, welche von zwei Personen die größere ist. Es gilt: je tiefer, desto größer.

… dass Mäuse wie Vögel singen? Allerdings tun sie das im für Menschen nicht hörbaren Ultraschallbereich. Die Männchen umwerben die Weibchen dabei mit komplexen Gesängen. Schon Jungtiere rufen singend nach ihrer Mutter. Je älter die Mäuse werden, umso vielfältiger werden auch ihre „Lieder“, die sie einsetzen, um etwa ihr Territorium zu markieren oder eben zu balzen. Die Mäuseweibchen fühlen sich von den Männchen angezogen, die am komplexesten singen.

... dass Männer mehr reden, wenn sie verliebt sind? Haben Männer Interesse an einer Frau, überschütten sie diese mit Wörtern – wobei mit der Quantität die Qualität nicht steigt. Das haben Untersuchungen aus Deutschland und Japan ergeben. Es ist übrigens eine falsche Annahme, dass Männer üblicherweise weniger reden als Frauen. Beide sprechen laut amerikanischen Psychologen etwa 16 000 Wörter am Tag.

Anja Facius

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