Die am Freitag beschlossene und seit heute geltende neue Corona-Bekämpfungsordnung in Rheinland-Pfalz wird von der Bundesinnung der Hörakustiker (biha) scharf kritisiert. Die Regelungen gelten für den Groß- und Einzelhandel, einschließlich der als systemrelevant eingestuften Hörakustikfachgeschäfte.

In Rheinland-Pfalz darf sich in Geschäften mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 m² nur eine Person je 10 m² aufhalten, bei einer Verkaufsfläche von über 800 m² auf der zusätzlichen Fläche höchstens eine Person je 20 m². Das Verkaufspersonal zählt bei der Berechnung der zulässigen Personenzahl mit. Das bedeutet zum Beispiel, dass ein Hörakustikbetrieb mit 50 m² und drei Mitarbeitern nur zwei Kunden gleichzeitig bedienen kann. Damit bildet Rheinland-Pfalz eine Ausnahme, denn in allen anderen Bundesländern wird nur die Zahl der gleichzeitig anwesenden Kunden beschränkt, nicht jedoch die der Mitarbeiter. Außerhalb von Rheinland-Pfalz könnte ein vergleichbarer Betrieb fünf Kunden gleichzeitig versorgen. Die biha fordert daher von der Landesregierung, die Personenbeschränkung lediglich auf die Anzahl der Kunden zu beziehen.

zg

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