Foto: Hao Li/Uppsala University

Forscher der schwedischen Universität Uppsala haben die erste 3-D-Karte des Hörnervs erstellt, die zeigt, wo genau welche Schallfrequenzen verarbeitet werden. Die im Innenohr ankommenden Schallwellen werden von Gewebe und sensorischen Zellen so getrennt, dass die verschiedenen Frequenzen verschiedene Bereiche der Cochlea erreichen. Einer Pressemitteilung der Universität zufolge haben die Forscher diese räumliche Verteilung der Frequenzen (cochleäre Tonotopie) mithilfe von Synchroton-Bildgebung untersucht, wobei sie die gespendeten Ohren Verstorbener verwendet haben. Mit herkömmlichen Bildgebungsverfahren wie Computertomografie oder Magnetresonanztomografie war es bislang nicht möglich, die Cochlea zu visualisieren. Da Ohrkanäle und Hörnerven sich von Mensch zu Mensch unterscheiden, könnte das neue Verfahren dazu genutzt werden, um die Elektroden eines Cochlea-Implantats besser zu platzieren, damit jeder Bereich des Hörnervs mit der passenden Frequenz stimuliert werden kann.      ML 

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