Foto: adobestock/Mihail

England – Menschen, die an Misophonie leiden, reagieren mit Wut oder Ekel auf die Kau-, Atem- oder Sprechgeräusche anderer Menschen. Forscher der Universität Newcastle entdeckten bei der Untersuchung der Misophonie eine verstärkte Kommunikation zwischen dem Hörzentrum und den motorischen Kontrollbereichen, die mit Gesicht, Mund und Rachen zu tun haben. Einer Pressemitteilung zufolge fanden sie ein ähnliches Kommunikationsmuster zwischen den visuellen und den motorischen Regionen. Die Forscher vermuten, dass diese Kommunikation das Spiegelsystem aktiviert: Dabei wird die Bewegung einer anderen Person verarbeitet, indem das Gehirn so aktiviert wird, als ob man selbst die Bewegung ausführt. Es wird angenommen, dass Menschen mit Misophonie das Gefühl haben, die von anderen gemachten Geräusche dringen in ihren Körper ein.     ML

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