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Japan – Eine im „Journal of Human Genetics“ veröffentlichte Studie aus Japan legt den Schluss nahe, dass Gene bei einer spät einsetzenden Schallempfindungsschwerhörigkeit (Sensineuronal Hearing Loss (SNHL)) eine größere Rolle spielen als bislang angenommen. Die Forscher haben 48 japanische Patienten mit einer SNHL, die nicht miteinander verwandt sind, mittels DNA-Sequenzierung auf 63 bekannte Taubheitsgene untersucht. Bei 29 Patienten wurden sie fündig. Schätzungen zufolge liegt die Inzidenz der angeborenen SNHL bei ein bis zwei von 1 000 Neugeborenen. Davon werden mindestens 60 % mit genetischen Ursachen in Verbindung gebracht. Die Forscher weisen darauf hin, dass nur wenige Patienten mit spät einsetzendem Hörverlust einen Gentest erhalten. In diesem Zusammenhang ist interessant, dass die Studie auch zwei Fälle identifiziert hat, die ohne Gentest nicht diagnostiziert werden konnten.    ML

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