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Untersuchungen der Columbia University haben gezeigt, dass selbst das früheste Stadium des Hörverlustes ‒ wenn das Hören noch als normal angesehen wird ‒ mit einem kognitiven Rückgang einhergeht. Das teilt die Universität in einer Pressemitteilung mit. Danach wurden 6 451 Erwachsene mit einem Durchschnittsalter von 59 Jahren im Rahmen einer Studie einem Hörtest und einem kognitiven Test unterzogen. Parallel zur Abnahme des Hörvermögens um jeweils 10 dB habe sich eine signifikante Abnahme der kognitiven Fähigkeiten manifestiert ‒ ein Muster, das über das gesamte Hörspektrum hinweg beobachtet wurde. Die größte Abnahme der kognitiven Fähigkeiten sei bei denjenigen zu verzeichnen gewesen, deren Gehör gerade erst beeinträchtigt wurde und nur 10 dB von der perfekten Marke entfernt liege. Die bislang angesetzte Grenze von 25 dB sei insofern willkürlich; bereits ein geringerer Hörverlust könne Anlass zur Besorgnis geben. Diese Ergebnisse legten nahe, dass eine Hörversorgung unmittelbar erfolgen sollte, folgert die Universität.    zg

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