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Erwartete Tonhöhen schlagen sich in der Gehirnaktivität nieder – dies konnte ein neu entwickelter Algorithmus bestätigen, berichtet die Onlineplattform „Innovation Origins“. Forscher des Centre for Cognitive Neuroscience (CCNS) der Universität Salzburg erhofften sich dadurch neue Impulse für die Tinnitusforschung. Für die Tests wurden die Gehirntätigkeiten von 33 gesunden Probanden mittels Magnetoenzephalographie (MEG) erfasst. In den Ergebnissen zeigte sich, dass tonhöhenspezifische neuronale Muster schon 300 Millisekunden vor dem erwarteten Zeitpunkt der Tondarbietung aktiviert wurden. Auch ausgelassene Töne riefen eine tonhöhenspezifische neuronale Aktivität des erwarteten Tones hervor. Das Muster glich jenem des dargebotenen Tones und war sogar noch stärker als jener. Laufende Forschungsarbeiten deuteten bereits darauf hin, dass Tinnituspatienten dramatisch veränderte Vorhersageprozesse aufwiesen. Diese hätten eine ausgeprägte Fähigkeit, Regelmäßigkeiten zu erkennen und diese für Vorhersagen zu nutzen.     zg

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