Am 30. September hat der Schweizer Hörsystem-Hersteller, die Sonova Holding AG, bekannt gegeben, dass sie die Aktivitäten von Sona intern zu Unitron Hearing transferiert. Dadurch werde das Produktportfolio von Unitron erweitert und dessen Positionierung weiter gestärkt, heißt es zur Begründung. Unter der Marke Sona vertreibt das Unternehmen seit November 2009 ein innovatives Produkt- und Servicekonzept, welches weltweit erstmalig upgradefähige Hörsysteme bietet.
Zudem kündigte der Konzern Veränderungen im Management von Unitron an. Zum neuen Präsident wurde Jan Metzdorff ernannt. Er folgt mit sofortiger Wirkung auf Michael Tease, der Unitron Hearing verlässt, um neue berufliche Herausforderungen außerhalb des Konzerns zu suchen. Metzdorff ist seit mehr als 14 Jahren in der Hörsystembranche tätig und hat im Verlauf seiner siebenjährigen Tätigkeit bei Sonova mehrere Vertriebsgesellschaften geleitet. Seit April 2010 ist er für den Aufbau des internationalen Vertriebs von Unitron verantwortlich.

Darüber hinaus teilte Sonova mit, dass Wolfgang Bennedik ab sofort neben seiner Funktion als Geschäftsführer der Phonak GmbH zusätzlich strategische Aufgaben für die einzelnen Sonova-Marken in Deutschland übernimmt. Ziel sei es, die Aktivitäten des Unternehmens im deutschen Markt gemäß der Konzernausrichtung zu lenken und Synergieeffekte zu erzielen. Dr. Matthias Wesselkamp, seit 2008 weltweiter Leiter des Produktmanagements Hörgeräte im Mutterhaus in Stäfa, wechselte im Zuge der Neuausrichtung nach Deutschland und übernimmt die Geschäftsleitung für den Bereich Hörgeräte. In dieser Funktion hat er die Leitung der Bereiche Audiologie, Vertrieb und Marketing inne. So soll die optimale Zusammenarbeit der drei stark gewachsenen Abteilungen weiterhin sichergestellt werden. Wesselkamp, promovierter Naturwissenschaftler mit langjährigen und umfangreichen Kenntnissen der Hörgerätebranche sowie insbesondere des deutschen Marktes, berichtet in seiner neuen Funktion an Geschäftsführer Bennedik.

Im Rahmen der weiteren Konsolidierung der Medical Division von Sonova erwägt das Unternehmen darüber hinaus die Schließung des Standorts der Phonak Acoustic Implants im schweizerischen Lonay, wo derzeit 26 Mitarbeitende am Mittelohrimplantat Ingenia forschen. Dieses Mittelohrimplantat befindet sich noch in der Entwicklungsphase, besitzt weder die CE-Zertifizierung noch die FDA-Zulassung und ist zudem nicht auf dem Markt erhältlich. In den mittelfristigen Umsatz- und Rentabilitätsprognosen von Sonova ist das Produkt Ingenia nicht berücksichtigt, weshalb sich
diese Entscheidung nicht auf die Aussichten des Konzerns auswirken würde. Vor der Entscheidung stehe noch das Ergebnis der eingeleiteten Mitarbeiterkonsultation aus. Die zuständigen Behörden seien informiert. Grund der Überprüfung sei, dass das Management der Überzeugung sei, dass der Markt für Cochlea-Implantate (CI) Sonova mittelfristig deutlich größere Wachstums- und Rentabilitätschancen biete als der Markt für Mittelohrimplantate. Der Fokus der Medical Division werde daher zukünftig auf der Entwicklung von Innovationen im Bereich von CI-Produkten liegen. Dies gelte insbesondere angesichts der Rückkehr des bestehenden Cochlea-Implantats HiRes 90K auf den US-Markt. zg

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