Die Vereinigung der Hörgeräteindustrie e. V. (VHI) unterstützt die Anstrengungen für einen fairen Wettbewerb bei der Versorgung mit Hörsystemen in Deutschland zu sorgen, teilte sie in einer Presseinformation mit. Die VHI hält es demnach für gerechtfertigt, dass die Wettbewerbszentrale gegen die Beteiligung von HNO-Ärzten an Betrieben des Hörgeräteakustiker-Handwerks vorgeht.

Erstmals ist die Wettbewerbszentrale im Juni 2010 erfolgreich gegen eine solche Beteiligung eingeschritten, da die Gefahr bestehe, dass Patienten zur Versorgung mit Hörsystemen direkt an die Geschäfte verwiesen werden, an denen der HNO-Arzt beteiligt ist. Aus Sicht der Wettbewerbszentrale wie der VHI wird damit der Wettbewerb bei der Versorgung mit Hörsystemen behindert. Der Patient müsse die Möglichkeit haben, den Hörgeräteakustiker frei zu wählen und auf diesem Wege auch Einfluss auf die Auswahl des Hörsystems zu haben. Dieser Wettbewerb dürfe laut VHI nicht behindert werden. Für die erfolgreiche Anpassung sind nach Auffassung der VHI die Ausbildung und die besondere Erfahrung der Hörgeräteakustiker entscheidend. Durch den §128 SGB V ist zudem die direkte Beteiligung von Ärzten an der Hilfsmittelversorgung verboten. zg

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