Foto: ZDH/Stegner

Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) Hans Peter Wollseifer befürwortet eine mögliche Wiedereinführung der Meisterpflicht, von der er sich mehr Wettbewerbsgerechtigkeit und faire Marktbedingungen erhofft. Qualifizierte Handwerksleistungen würden seit der Deregulierung auch fachfremd durchgeführt. Diese mangelnde Qualität schädige den Ruf des Handwerkes und verzerre die Preise. Neben der Qualitätssicherung spricht Wollseifer in seinem Statement auch soziale Aspekte an: In seinem Kölner Kammerbezirk seien von den 8 000 seit der Deregulierung entstandenen Betriebe etwa 6 000 sogenannte Soloselbstständige. Diese hätten oftmals nur geringe bis keine Gewinne zu verzeichnen. Ohne Steuerpflicht und ausreichende Versicherung kalkulierten sie Preise weit unter dem Soll und ruinierten damit den Markt. Zudem fielen sie zum großen Teil aus den sozialen Sicherungssystemen hinaus. Wollseifer lobt: „Bei dem Thema bewegt sich etwas. Es ist eine Koalitionsarbeitsgruppe gebildet worden. Die wird sich mit zwei Gutachten – einem juristischen und einem ökonomischen – beschäftigen. Eines liegt vor, das besagt, eine Rückkehr von Handwerkern in die Meisterpflicht wäre unter Einhaltung bestimmter Kriterien verfassungs- und europarechtlich möglich“.    jh

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