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Im Rahmen der Betriebsbegehung gibt es ab dem 01.05.2019 konkrete Vorgaben, wie die Messung der Einhaltung des maximales Störschallpegels von 40 dB/A in der Anpasskabine alle 20 Monate nachgewiesen werden muss, informierte die Bundesinnung der Hörakustiker KdöR (biha). Hierzu haben die Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH (DAkkS) und der Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV-Spitzenverband) eine Verfahrensanweisung veröffentlicht, über deren Inhalte die biha zusammengefasst informierte. So haben Hörakustiker nach den Empfehlungen des GKV-Spitzenverbandes nach Paragraf 126 Abs.1 S.3 Sozialgesetzbuch (SGB) V über einen Anpassraum zu verfügen, der einen maximalen Störschallpegel von ≤ 40 db/A aufweist. Präqualifizierungsstellen, die für diesen Versorgungsbereich akkreditiert sind, haben diese Anforderungen zu prüfen. Dabei seien im Rahmen der Betriebsbegehung die Messungen folgendermaßen zu gestalten:

1. Es muss eine geeignete Geräuschquelle bei der Prüfung verwendet werden (beispielsweise sogenanntes „weißes Rauschen“, das eine einheitliche Lautstärke über den gesamten Frequenzbereich garantiert).

2. Die Geräuschquelle wird auf eine von der Präqualifizierungsstelle beziehungsweise dem Betriebsbegeher bestimmte Lautstärke eingestellt. Die gewählte Lautstärke muss ein praxistaugliches Ergebnis liefern und vor Ort befindliche Besonderheiten berücksichtigen. Üblich ist ein Bereich zwischen 60 und 80 db/A.

3. Eine erste Messung wird bei aktiver Geräuschquelle vor dem Anpassraum vorgenommen.

4. Eine zweite Messung erfolgt bei laufender Geräuschquelle innerhalb des Anpassraumes bei geschlossener Tür. Die Messung hat über einen geeigneten Zeitraum zu erfolgen. Ist der gemessene Wert kleiner als oder gleich 40 db/A, ist die Prüfung bestanden, andernfalls ist sie nicht bestanden. zg

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