Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, hat die Bundesregierung gestern weitere Maßnahmen beschlossen. Die konkrete Umsetzung der Maßnahmen obliegt den Bundesländern und ist in den jeweiligen Landesverordnungen festgelegt. Nach Angaben der Bundesinnung der Hörakustiker (biha) hat ein Bundesland eine Verordnung veröffentlich, nach der Hörakustiker ein ärztliches Rezept benötigen, um tätig werden zu können. Darauf hat die biha mit einem Schreiben an die zuständigen Referate der Gesundheits- und Wirtschaftsministerien der Länder reagiert. Darin heißt es: „Zur Dienstleistungserfüllung bedarf es keiner ärztlichen Verordnung. Diese benötigt unser Handwerk nur ‒ wenn überhaupt ‒, wenn es mit der Krankenkasse die Leistungen abrechnen möchte.“ biha-Präsidentin Marianne Frickel sowie biha-Hauptgeschäftsführer Jakob Stephan Baschab betonen, dass die Hörakustikbetriebe ihrer Verantwortung für das Gesundheitswesen gerade jetzt nachkommen, auch wenn das für manche Betriebe aus wirtschaftlichen und hygienischen Gründen eine große Belastung darstelle. Sie bitten die Ministerien daher, bei der Gestaltung zusätzlicher Regelungen zur Pandemiebekämpfung das Gesundheitshandwerk des Hörakustikers weiterhin und vor allem ausdrücklich als Ausnahmetatbestand zu erwähnen, damit auch zukünftig hörbeeinträchtigte Menschen bestmöglich versorgt werden können. So manche Ordnungsbehörde würde die Schließung einzelner Fachbetriebe nur deshalb beabsichtigen, weil die Landesverordnungen nicht eindeutig genug oder interpretationsbedürftig seien. red

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