Immer mehr Hörakustikfachgeschäfte schließen angesichts der Coronakrise – weil sich Mitarbeiter infiziert haben, das Risiko, sich anzustecken, hoch ist oder die Kundschaft ausbleibt. Unternehmen, die auf eine Entschädigung durch den Staat gehofft haben, könnten nun enttäuscht werden, teilt die Bundesinnung der Hörakustiker (biha) in einem Schreiben mit. Dabei bezieht sich der Spitzenverband des Hörakustikhandwerkes auf den Paragrafen 56 des Bundesinfektionsschutzgesetzes. Dort heißt es unter anderem: „(1) Wer auf Grund dieses Gesetzes als Ausscheider, Ansteckungsverdächtiger, Krankheitsverdächtiger oder als sonstiger Träger von Krankheitserregern im Sinne von § 31 Satz 2 Verboten in der Ausübung seiner bisherigen Erwerbstätigkeit unterliegt oder unterworfen wird und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, erhält eine Entschädigung in Geld.“ Diese Regelung könnte auf einen Betrieb – wenn überhaupt – aber nur dann angewendet werden, wenn dieser als Ganzes wegen einer behördlichen Anweisung unter Quarantäne gesetzt würde, so die Einschätzung der biha. In aller Regel werden jedoch nur die Mitarbeiter in häusliche Quarantäne versetzt, nicht aber das Geschäft selbst. Die Innung kümmert sich weiterhin um eine Klärung, macht den betroffenen Betrieben aber keine großen Hoffnungen, dass sie mit einem Ersatz von Personalkosten oder Umsatzausfällen rechnen können.

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