Keine Teilnahme an nationalen und internationalen Messen bis zum Ende des Jahres – darauf haben sich die Mitglieder der EHIMA (European Hearing Instrument Manufacturers Association ), des europäischen Verbands der Hörgerätehersteller, in der vergangenen Woche geeinigt. Dazu könnte auch die Fachausstellung gehören, die im Rahmen des 65. Internationalen Hörakustiker-Kongresses vom 07. bis 09. Oktober 2020 in Hannover stattfinden soll. Große Menschenansammlungen begünstigten das Risiko für die Ausbreitung des Virus und um dieses Risiko so gering wie möglich zu halten, habe man sich zu diesem Schritt entschlossen, so EHIMA-Präsident Søren Nielsen. Während die Entwicklung der Coronapandemie weiterhin sprunghaft und unbeständig sei, unternehme die EHIMA alle notwendigen Anstrengungen, um Hörakustikern und Hörgeschädigten weiterhin Produkte und Services zur Verfügungen zu stellen. Dabei genießen die Gesundheit und Sicherheit von Hörgerätenutzern und Hörakustikern absolute Priorität. Der in vielen Ländern als Reaktion auf das Coronavirus beschlossene Lockdown habe die Hörakustikbranche – sowohl die unabhängigen Fachgeschäfte als auch die großen Ketten – hart getroffen, erklärt Nielsen. Zu den Mitgliedern der EHIMA gehören Amplifon, GN Hearing, MED-EL, Demant, Sonova, Starkey Hearing Technologies und WS Audiology. Ob die Absage der EHIMA an der Teilnahme an Großveranstaltungen auch das Aus für die Fachausstellung und den EUHA-Kongress bedeutet, bleibt abzuwarten. Erst kürzlich hat der Bundesverband der Hörgeräte-Industrie (BVHI) bekannt gegeben, spätestens Ende Mai darüber zu entscheiden, ob die EUHA-Fachausstellung unter den erwartbaren Gegebenheiten stattfindet könne. zg

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