Foto: Olaf Malzahn

Das Bundesgesundheitsministerium hat die Entscheidung des Gemeinsamen Bundesauschusses (G-BA) für rechtswidrig erklärt, die Rückseite Muster 15 zwingend einzuführen. Das teilte die Bundesinnung der Hörakustiker (biha) soeben in einem Schreiben mit. Am 17.10.2019 hatte der G-BA mit Zustimmung von Hals-Nasen-Ohren(HNO)-Berufsverband und Deutschem Schwerhörigen Bund (DSB) entschieden, dass eine Abrechnung gegenüber der GKV nur möglich sein soll, wenn der HNO-Arzt die Leistung des Hörakustikers auf der Rückseite des Musters 15 positiv beschieden hat. Unverzüglich hatte die biha die Entscheidung juristisch gerügt und damit heute auch Recht bekommen. „Vorausgegangen war eine politische Kampagne gegen unser Handwerk, bei dem Hörakustikern weitestgehend ihre Fachkompetenz abgesprochen werden sollte. Das Bundesgesundheitsministerium hat nun sehr deutlich gemacht, dass Hörakustiker bereits durch ihre Ausbildung und Präqualifizierung den Nachweis erbracht haben, dass sie zu einer ordnungsgemäßen Abgabe der Hörhilfe grundsätzlich befähigt und in der Lage sind. Die Qualitätssicherung der Hilfsmittelversorgung obliegt nicht den Ärzten. Demnach hätte der G-BA mit seinem Beschluss seine Regelungskompetenz überschritten. Ärzte können keine Kontrollinstanzen der Hörakustiker sein“, erklärt die biha. biha

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