Die Bundesinnung der Hörakustiker (biha) setzt sich dafür ein, dass eine bürokratisch sinnvolle Regelung mit den gesetzlichen Krankenkassen (GKV) für die Umsetzung der Mehrwertsteueränderung gefunden wird. Das gestern beschlossene Konjunkturpaket der Bundesregierung zur Milderung der Folgen der Coronakrise sieht unter anderem eine zeitlich befristete Senkung der Mehrwertsteuer vor.

Vom 01. Juli bis zum 31. Dezember 2020 soll der Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent auf 16 Prozent und für den ermäßigten Satz von 7 Prozent auf 5 Prozent gesenkt werden. In einer heutigen Stellungnahme weist die biha darauf hin, dass mit Ausnahme des Verbands der Ersatzkassen (vdek) in den Verträgen mit den gesetzlichen Krankenkassen Bruttopreise vereinbart sind. Dies habe den Vorteil, dass bei einer geringeren Mehrwertsteuer die Differenz (erst einmal) in den Betrieben verbleibe. Zum Vorgehen bei einer Veränderung des Mehrwertsteuersatzes gelten in den Verträgen unterschiedliche Regelungen. Mit einigen gesetzlichen Krankenkassen wurde vereinbart, dass die Anpassung der Vertragspreise grundsätzlich erfolgt, mit anderen nur dann, wenn sich die Mehrwertsteuer um mehr als ein Prozent erhöht. Als Stichtag gelte nach den Erfahrungen der biha die endgültige Abgabe des Hörsystems an den Versicherten. Im internen Bereich des Onlineauftritts der biha finden Mitglieder eine detaillierte Übersicht zu den verschiedenen Steuersätze und Vertragsverpflichtunge. (biha)

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