„Mangelhaft“ lautet das Urteil der BAG Selbsthilfe e.V. zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland. Sie bezieht sich dabei laut einer Pressemitteilung auf einen Bericht der sogenannten BRK-Allianz, den diese kürzlich beim UN-Menschenrechtsrat in Genf eingereicht hat. Er sollte zum vierten Jahrestag des Inkrafttretens der Konvention in Deutschland, also am 26. März, vorgestellt werden.

„Der Bericht macht deutlich, wie wenig von den Verpflichtungen, die die Bundesregierung eingegangen ist, tatsächlich umgesetzt wurden“, wird der Bundesgeschäftsführer der BAG Selbsthilfe, Dr. Martin Danner, zitiert. Die Kritik beziehe sich auf verschiedene Aspekte wie mangelnde Barrierefreiheit, Inklusion auf dem Arbeitsmarkt oder Assistenz. Der Bundesbeauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, hatte kürzlich seinerseits in einem Interview mit der Hörakustik (3/2013) erklärt, dass „unser System noch stark von getrennten Lebenswelten geprägt“ sei. Die UN-BRK sei für ihn Verpflichtung, „Teilhabe behinderter Menschen in allen Lebensbereichen anzumahnen“. zg

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