schwnetz2Der Deutsche Schwerhörigenbund e. V. (DSB) hat sich aus aktuellem Anlass erneut ausdrücklich gegen den sogenannten verkürzten Versorgungsweg ausgesprochen. Hintergrund ist eine Mitteilung der AOK Baden-Württemberg, dass sie bei der Verhandlung über neue Verträge zum gerade geänderten Festbetrag für an Taubheit grenzend Schwerhörige diese Art der Versorgung berücksichtigen will.
In einer Pressemitteilung des DSB heißt es: »Insbesondere hochgradig schwerhörige und an Taubheit grenzend schwerhörige Versicherte können aber über den verkürzten Versorgungsweg nicht mit Hörgeräten versorgt werden«. Der Grund dafür läge im hohen Dienstleistungsanteil, der nur von Hörgeräteakustikermeistern erbracht werden könne. Die »qualitativ ganz hochwertigen Anforderungen« könnten weder von einem HNO-Arzt noch von einem »Hörgeräteakustiker aus der Ferne sichergestellt werden«, so der DSB. Er verweist außerdem darauf, dass beim neuen Festbetrag von 786,86 Euro (netto) keine Leistungen zur 6-jährigen Nachbetreuung der Versicherten enthalten seien. Die Kosten dafür müssten in die Versorgungsverträge integriert und auf den Festbetrag aufgeschlagen werden. Dieses müsse bei Verhandlungen ebenfalls sichergestellt werden. Die AOK Baden-Württemberg habe mit ihrer Ankündigung nun den »Preiskampf« eröffnet. BiK

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