Staendige MeisterpraesenzDer Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden: Ein Hörgeräteakustikermeister muss in einem Fachgeschäft „nicht ständig anwesend“ sein, er kann auch für einen zweiten Betrieb in einer benachbarten Stadt zuständig sein. Allerdings sei bei Gesundheitshandwerken (...) für eine Betriebsstätte ständige Meisterpräsenz zu verlangen.

Der BGH hat in einer Pressemitteilung zu seinem Urteil vom 17. Juli weiter erklärt, dass das Ladenlokal offengehalten werden dürfe, wenn der Meister nicht anwesend sei. In dieser Zeit könnten Termine vereinbart oder Ersatz- und Verschleißteile abgegeben werden. Des Weiteren sei es möglich, „ähnliche Leistungen“ zu erbringen, „die keine Anwesenheit eines Meisters erfordern“, führt der BGH zu der Entscheidung aus. Jakob Stephan Baschab, Hauptgeschäftsführer der Bundesinnung der Hörgeräteakustiker (biha), hat diese in einer Pressemitteilung positiv bewertet. „Wir begrüßen, dass der BGH die ständige Meisterpräsenz im Hörakustiker-Handwerk bestätigt hat. Insbesondere ist bei der Untersuchung, Beratung und Hörgeräte-Anpassung die Meisterpräsenz zwingend erforderlich“, stellte er klar. zg

Nähere Informationen zu der Entscheidung können Sie in einer Pressemitteilung des BGH nachlesen: http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&sid=e0ec9b2139196a26c7b5039fefec97f3&nr=64693&linked=pm&Blank=1

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