Dr. Valentin Chapero, früherer Chef der Hörgerätesparte der deutschen Siemens AG und ehemaliger Geschäftsführer des Schweizer Hörsystemherstellers Sonova, habe nach einen Bericht des Nachrichtendienstes „Bloomberg“ mehrfach Manager des Siemens-Konzerns bezüglich eines Verkaufs des Hörgerätegeschäfts an eine Beteiligungsgesellschaft angesprochen. Er wolle Siemens zum Verkauf der Sparte überreden, so Bloomberg, der sich in seiner Pressemitteilung vom 29. August 2013 auf Personen beruft, die mit den Vorgängen vertraut seien.

Chapero, der im Jahr 2012 eine eigene Investmentfirma namens „Valamero“ gegründet hat, habe angeboten, dann eine Führungsrolle bei den Verhandlungen sowie der Hörgerätesparte zu übernehmen. Der überwiegende Teil der Finanzmittel werde von nicht näher benannten Private-Equity-Partnern, also Beteiligungsgesellschaften, zur Verfügung gestellt. Damals an einem Kauf Interesse gezeigt hatten fünf Finanz- und zwei strategische Investoren. Zu den Finanzinvestoren gehörten Kohlberg Kravis Roberts & Co (KKR), Permira, Bain Capital, Cinven sowie Hellmann & Friedman (H & F); die strategischen Investoren sollen der australische Hörimplantat-Hersteller Cochlear Ltd. gewesen sein sowie das schweizerische Medizintechnik-Unternehmen Synthes Inc. („Hörakustik“ 2/2010). Wegen deutlich unter den Erwartungen liegender Angebote für die Siemens Audiologische Technik (SAT) wurde der Verkauf der Hörgerätesparte im März 2010 allerdings abgesagt und zugleich angekündigt, in den Vertrieb zu investieren („Hörakustik“ 4/2010).

Siemens-Sprecher Alexander Becker sowie Dr. Chapero wollten auf Nachfrage von Bloomberg keinen Kommentar abgeben. Siemens-Pressesprecherin Erika Weigmann äußerte sich auf Nachfrage der „Hörakustik“ ebenfalls gemäß Siemens-Philosophie offiziell nicht zu der Thematik. AF

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