Bislang war unklar, welche Prozesse bei Kindern, die mit Cochlea-Implantat (CI) versorgt sind, beim Sprechenlernen ablaufen, da sie damit in der Regel später beginnen als gut hörende Kinder. Neurowissenschaftler des Max-Planck-Institutes für Kognitions-und Neurowissenschaften (MPI CBS) in Leipzig und des Uniklinikums Dresden sind dieser Frage nun nachgegangen. Das meldete die „Ärzte Zeitung“ auf ihrer Onlineplattform. Dazu haben sie 32 Kinder, die beidseitig mit CIs versorgt sind, zwölf, 18 und 23 Monate nach der Versorgung mit den CIs getestet. Dabei stellte sich heraus, dass taube Kinder, sobald sie mit dem CI versorgt sind, Wörter schneller lernen als gut hörende Kinder. Die Forscher vermuten als Ursache hierfür das höhere Alter der Kinder, mit dem sie beginnen, Sprache zu erlernen, heißt es dort weiter. zg

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