Foto: Fotolia/Viacheslav Iakobchuk

Etwa 150 000 Menschen in Deutschland erleiden im Jahr einen Hörsturz, eine plötzlich auftauchende, einseitige Schwerhörigkeit ohne erkennbare Ursache. Behandelt wird dieser häufig mit der Gabe von Kortikosteroiden. Aktuell gilt als internationaler Standard die Gabe einer niedrigeren Dosis Kortikosteroide, während die deutsche Behandlungsleitlinie eine hohe Dosisgabe vorsieht. Es wird nämlich vermutet, dass sich die Hörerholung nach einem Hörsturz durch die Gabe einer hohen Dosis von Kortikosteroiden verbessert. Die von der HNO-Universitätsklinik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg koordinierte und gemeinsam mit dem Deutschen Studienzentrum für HNO-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (DSZ-HNO) initiierte „HODOKORT“-Studie soll dies nun untersuchen. Insgesamt 40 Studienzentren sind daran beteiligt. Die Leitung übernimmt die Universitätsmedizin Halle/Saale in Zusammenarbeit mit dem DSZ-HNO und dem Koordinie-rungszentrum für Klinische Studien Halle. Ziel ist es, eine valide Datenlage zu schaffen, um Menschen mit einem Hörsturz wirksam und sicher behandeln zu können. Gefördert wird die Studie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Weitere Informationen zur Studie können unter http://hodokort-studie.hno.org abgerufen werden. mse

Impressum | Datenschutz | Kontakt | Abonnieren | Mediadaten

© 2018 hoerakustik.net