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Hals-Nasen-Ohren(HNO)-Ärzte von dem Erasmus University Medical Center in Rotterdam fanden heraus, dass Kinder und Jugendliche, die häufig tragbare Audiogeräte zum Musik hören nutzen, besonders gefährdet für einen Hörschaden sind. Das ist noch wenig überraschend. Zugleich zeigte sich jedoch, dass auch das Bildungsniveau und das Haushaltseinkommen Einfluss auf das Risiko für Höreinbußen haben. So stieg das Schwerhörigkeitsrisiko der Kinder bei einem niedrigen Bildungsniveau der Mutter an und sank bei geringeren verfügbaren finanziellen Mitteln, berichtet die „Ärzte Zeitung“. Als Grundlage dienten den Forschern Daten der Rotterdamer Generation-R-Studie, welche die Teilnehmer von Geburt an bis zum jungen Erwachsenenalter begleitet. Berücksichtigt wurden rund 3 100 Kinder zwischen neun und elf Jahren mit normaler Mittelohrfunktion, die zwischen 2012 und 2015 mittels einer Reintonaudiometrie im Frequenzbereich von 0,5 kHz bis 8 kHz untersucht worden waren. Dabei fanden sie Hochtonschwerhörigkeiten beziehungsweise ein teilweise eingeschränktes Hörvermögen bei 443 Kindern (14,2 Prozent), von denen 52 Kinder beidseitig betroffen waren. 232 Kinder berichteten zudem von gehörassoziierten Problemen wie Klingeln im Ohr, Geräuschempfindlichkeit oder Verzerrungen. Dabei zeigte sich, dass das Risiko für einen Hochfrequenzhörverlust bei Kindern, die häufig und laut Musik über portable Audioplayer hörten, bis zu dreimal höher war. Ein endgültiger Beweis bezüglich des Zusammenhanges stehe jedoch noch aus. Eltern sollten sich aber dieses Risikos bewusst sein. Zum Schutz des Hörvermögens ist seit 2014 von der Europäischen Kommission geregelt, dass die Standardlautstärkeeinstellung tragbarer Audiogeräte im gesundheitlich unbedenklichen Bereich liegen muss.    AH

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