Fotos: Holger Vogel/Foto Studio West

Forscher der Technischen Universität München (TUM) haben ein visuelles Kommunikationssystem für hörbeeinträchtigte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Logistik entwickelt, teilte die TUM mit. Dieses ermöglicht es, die für den Arbeitsprozess relevanten Informationen mithilfe einer Datenbrille im Gesichtsfeld einzublenden. Speziell bei der Kommissionierung, also dem Waren nach Auftrag aus dem Lager zu holen, ergeben sich dadurch mehrere Vorteile: So haben die Mitarbeiter die Hände frei und können visuell zum Ziel geführt werden. Außerdem lassen sich auf diesem Weg leichter Informationen vermitteln. Dazu werden Symbole statt Text genutzt, da Symbole sich als verständlicher erwiesen haben als Text, ebenso vorformulierte Kurznachrichten. Letztere ermöglichen es auch, gehörlosen Mitarbeitern Störmeldungen wie einen Feueralarm optisch zu signalisieren. Entwickelt wurde die Technik in dem dreijährigen Forschungsprojekt „Work-by-Inclusion“ gemeinsam vom Lehrstuhl für Fördertechnik, Materialfluss und Logistik der TUM, dem Softwareunternehmen CIM GmbH und als Initiator dem sächsischen Bürofachhandelsunternehmen Schmaus GmbH. Gefördert wurde es vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Die entwickelte Software beziehungsweise App kann von anderen Firmen oder Institutionen frei für alle Datenbrillen mit Android-Betriebssystem genutzt werden.    AF

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