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In einer Studie haben US-amerikanische Forscher den Zusammenhang zwischen Schwerhörigkeit und dem Unfallverletzungsrisiko untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass bei Befragten mit nur einer geringen Hörbeeinträchtigung das Unfallverletzungsrisiko im Vergleich zu Befragten ohne Hörbeeinträchtigung schon um 60 Prozent erhöht sei. Bei Befragten mit einer mittleren Hörbeeinträchtigung sei das Unfallverletzungsrisiko im Vergleich zu gut Hörenden bereits um 70 Prozent erhöht und bei Personen mit einem stark beeinträchtigten Gehör sogar um 90 Prozent. Befragte mit einem stark beeinträchtigten Gehör haben, so die Studie, also ein fast doppelt so hohes Unfallverletzungsrisiko wie gut hörende Personen. Ein Grund hierfür könnte laut Dr. Neil Bhattacharyya, dem Hauptautor der Studie, sein, dass schwerhörige Personen möglicherweise Warnsignale, etwa eines sich nähernden Fahrzeuges, nicht hören können. Bhattacharyya arbeitet als Forscher an der medizinischen Fakultät der Harvard Universität und dem Women’s Krankenhaus in Boston. Veröffentlicht wurde die Studie unter dem Titel „Self-reported Hearing Difficulty and Risk of Accidental Injury in US Adults, 2007 to 2015“ im Mai 2018 in der Zeitschrift JAMA Otolaryngology – Head and Neck Surgery. mse

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