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Hörgeräte bieten für das Sprachverstehen in verschiedenen Alltagssituationen bestimmte Voreinstellungen an. Da die zur Verfügung stehenden Programme nicht alle Geräuschkulissen abdecken, müssen Hörgeräteträger die Einstellungen teils manuell an individuelle Situationen anpassen. Da eine ständige manuelle Anpassung kaum praktikabel ist, wollen Forscher der Universität Oldenburg einer Software beibringen, wie ein Hörgeräteträger zu hören, um auf dieser Basis für jede Situation automatisch die optimale Einstellung vorzunehmen. Als Software verwenden sie eine automatische Spracherkennung auf Basis künstlicher Intelligenz, wie sie in Sprachassistenten wie Alexa zum Einsatz kommt. Die Software haben die Forscher mit Audioaufnahmen von Testsätzen trainiert. Zur Simulation der Höreinschränkung haben sie die Sätze mit einem zusätzlichen Rauschen unterlegt. Ergebnis: In den acht untersuchten Hörszenarien verstand die Software genauso viele Wörter wie eine Kontrollgruppe aus menschlichen Probanden mit einer Höreinschränkung.     ML

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