Foto: pixabay/auenleben

Forscher der Universität Oldenburg haben auf der Suche nach der Ursache für Altersschwerhörigkeit einen Code entschlüsselt, mit dem bestimmte Laute vom Ohr ans Gehirn übertragen werden. Wie die Forscher im Fachblatt „eNeuro“ berichten, haben sie ihre Untersuchung an Mongolischen Wüstenrennmäusen durchgeführt, denen sie unterschiedliche Laute vorgespielt haben. Die einsilbigen Sprachproben wurden zusammen mit Hintergrundgeräuschen vorgespielt. Die Forscher fanden heraus, dass die verschiedenen Laute nicht durch eine unterschiedliche Anzahl von Nervenimpulsen codiert werden, sondern durch unterschiedlich lange Pausen zwischen diesen Impulsen. Diese Zeitmuster zeigen nach Ansicht der Forscher, dass die Wüstenrennmäuse die verschiedenen Vokale der menschlichen Sprache unterscheiden können. Die Mäuse verwechselten die ähnlich klingenden Laute e und i, die sich auch in den Zeitmustern kaum unterscheiden. Die Forscher schließen daraus, dass das Verhören dieser ähnlich klingenden Laute bereits im Ohr seine Ursache hat und nicht erst beim Decodieren im Gehirn entsteht.     ML

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