Schleiereulenohren altern nicht

Foto: AG Zoophysiologie und Verhalten, Universität OldenburgMit zunehmendem Alter wird bei allen Menschen das Gehör schlechter. Grund dafür ist, dass die Haarsinneszellen und Nervenverbindungen im Innenohr unwiederbringlich verloren gehen. Ganz anders bei Vögeln: Diesen ist es möglich, die entsprechenden Zellen immer wieder neu zu bilden. Bei älteren Tieren war dies bislang noch nicht untersucht worden. Ein Team von der Universität Oldenburg zeigte nun, dass Schleiereulen mit zunehmendem Alter nicht schwerhörig werden. Das berichtete die Universität Oldenburg in einer Pressemitteilung Ende September. Die Wissenschaftler kommen zu dem Ergebnis, dass die Hörempfindlichkeit von sehr alten und von jungen Vögeln sich nicht unterscheidet. Schleiereulen haben aufgrund ihres namensgebenden Gesichtsschleiers eine extrem gute Hörempfindlichkeit. Zudem können sie Schallquellen genauer als jedes andere Tier orten. Die Haarsinneszellen im Innenohr sind bei diesen Vögeln besonders spezialisiert. Eine der Testeulen namens „Weiss“ ist bereits 24 Jahre alt, sie sei zwar behäbig, heißt es in der Mitteilung, „aber sie hört noch ausgezeichnet“.


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