Foto: EUHA/Foto Rechtnitz

Professor Hubert Lim hält einen Vortrag mit dem Titel „Langfristiger Nutzen durch kombinierte akustische Stimulation und elektrische Aktivierung des Trigeminusnervs zur Tinnitusbehandlung“. Neuartige Medizinprodukttechnologien werden verwendet, um verschiedenste Erkrankungen mit elektrischer Stimulation der peripheren Nerven, wie zum Beispiel des Trigeminus- oder Vagusnervs, zu behandeln. Einer dieser Ansätze bietet das CE-zertifizierte Medizingerät Lenire, welches eine Tinnitusbehandlung mit einer Kombination aus akustischer Stimulation und elektrischer Aktivierung des Trigeminusnervs ermöglicht. Zwei groß angelegte randomisierte und verblindete klinische Studien wurden durchgeführt, um die therapeutische Wirkung des Lenire-Geräts an über 500 Teilnehmern zu untersuchen. Über Kopfhörer werden dabei individuelle Klangmuster dargeboten, gleichzeitig erfolgt die Aktivierung des Trigeminusnervs über elektrische Stimulation auf der Oberfläche der Zunge. Mithilfe aus der Tinnitusforschung etablierter Fragebögen wurde bei etwa zwei Drittel der Teilnehmer eine signifikante Verbesserung ihres Tinnitus beobachtet. Bei vielen dieser Patienten trat innerhalb von sechs bis zwölf Wochen nach Beginn der Behandlung eine Verbesserung ein, diese blieb für mindestens zwölf Monate bestehen. Diese positiven Ergebnisse wurden dabei in beiden klinischen Studien beobachtet. In Zusammenarbeit mit Hörakustikern kann das Lenire-Gerät Betroffenen als Möglichkeit für eine Tinnitusbehandlung angeboten werden.

Der Vortrag „„Langfristiger Nutzen durch kombinierte akustische Stimulation und elektrische Aktivierung des Trigeminusnervs zur Tinnitusbehandlung“ findet am Freitag, 18.10.2019, von 15‒15.30 Uhr statt.

 

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