Foto: AdobeStock/Marco-Schaack

Wegen des durch Corona bedingten Umsatzeinbruchs beschleunigt Sonova Initiativen zur Optimierung der Betriebsstrukturen, gab der Schweizer Hörsystemhersteller gestern in einem Pressekommuniqué bekannt. Dadurch sollen jährlich Kosten von 50 bis 70 Millionen Schweizer Franken gespart werden. Konkret heißt das: Nicht kundennahe Funktionen im Bereich Administration, Produktion, Logistik und Backoffice sollen optimiert und das Netzwerk audiologischer Fachgeschäfte gestrafft werden – durch die Zusammenlegung von Standorte. Soweit als möglich erfolge der Personalabbau über natürliche Fluktuation, so der Konzern. Gegenüber des Finanznachrichtendiensts AWP wurde CEO Arnd Kaldowski noch deutlicher: Von den weltweit 15 000 Mitarbeitern werden vier bis fünf Prozent ihre Anstellung verlieren. In der Schweiz, wo aktuell rund 1 300 Personen für das Unternehmen arbeiten, werden circa 60 Stellen gestrichen. Zur allgemeinen Geschäftsentwicklung informierte Sonova, dass sich der Markt für Hörlösungen von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie in den vergangenen Wochen schneller als erwartet erholt habe. Nach einem Tiefstand von 35 Prozent im April 2020 gewann die Geschäftsentwicklung an Dynamik und erreichte in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2020/21 bei konstanten Wechselkursen 59 Prozent des Vorjahresniveaus. Sonova erwartet im ersten Geschäftshalbjahr 2020/21 ein Umsatzniveau von etwa 65 bis 75 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode und beim bereinigten EBITA eine positive Marge im einstelligen Bereich, beides bei konstanten Wechselkursen.     nr

 

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