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Laut des dritten Berichts des GKV-Spitzenverbands vom 14.07.2021 über die Entwicklung der Mehrkosten bei der Hilfsmittelversorgung für gesetzlich Versicherte in Deutschland wurden 80 Prozent aller Hilfsmittel ohne eine Zuzahlung abgegeben. Die Gesamtkosten stiegen im Vergleich zum Vorjahr um moderate 2,8 Prozent auf ein Volumen von 9,25 Milliarden Euro. In Vorwort des Berichts betonte Gernot Kiefer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbands, die Wichtigkeit der Hilfsmittelversorgung in Deutschland und stellte heraus, dass die Versorgung auch in der Coronapandemie sichergestellt gewesen sei und die Hilfsmittelanbieter aufgrund ihrer Bedeutung zu Recht als systemrelevant eingestuft wurden.

Bezüglich des Gesamtvolumens erhält die Produktgruppe 13 „Hörhilfen“ naturgemäß besondere Beachtung. Auch hier lässt sich eine konstante Entwicklung feststellen. So blieb der Anteil der Versorgungen, bei denen eine freiwillige Zuzahlung erfolgte, mit 52,06 Prozent (2019: 52,36 Prozent) nahezu identisch. In einer Pressemitteilung der Bundesinnung der Hörakustiker KdöR wurde in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass alle gesetzlich Versicherten in Deutschland ein zuzahlungsfreies Angebot erhalten. Die Entscheidung für eine Zuzahlung erfolge freiwillig aufgrund des Wunsches nach einer Komfortausstattung, wie einer Bluetoothanbindung des Smartphones. Insgesamt wurden im Untersuchungszeitraum 777 162 Versorgungsfälle mit Hörhilfen berücksichtigt. Damit nimmt diese Produktgruppe bei der Anzahl der Hilfsmittelversorgungen Rang zwölf (2019 Rang 13) ein. Das Gesamtvolumen der Ausgaben für Hörhilfen betrug wie in den Vorjahren circa eine Milliarde Euro.    SG

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