Foto: Fotolia/Kaspars Grinvalds

Von Kindern wird es täglich in der Schule verlangt: Sie sollen aufmerksam zuhören. Doch ihren Eltern, die ja eigentlich Vorbild sein sollten, gelingt das offenbar überhaupt nicht gut. Das ist ein Ergebnis der 1. Konferenz der Hörclubkinder der Stiftung Zuhören, die am 15.11.2017 in München stattfand. Dort wurden 100 Kinder im Grundschulalter befragt, wie gut Erwachsene ihnen zuhören. Das Zeugnis, das sie ihren Eltern ausstellen, ist schlecht, teilte die Stiftung mit. Vor allem durch das Handy lassen sich Eltern gern ablenken, ebenso durch den Fernseher. Die Kinder trifft das mangelhafte Zuhören: „Wenn man mir nicht zuhört, fühle ich mich vernachlässigt, einsam und traurig. Lehrer hören oft besser zu als die Eltern.“ Auf der Konferenz äußerten die Kinder auch ihre Wünsche für die Zukunft. Dazu gehören eine leisere Umwelt und ein ruhigeres Schulumfeld, die angenehmere Gestaltung mancher Geräusche wie der Schulklingel und vor allem, dass Erwachsene sich mehr Zeit für Kinder nehmen sollen – und ihnen dann ihre ganze Aufmerksamkeit widmen. zg

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