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Weltweit suchen Forscher nach einer Gentherapie, die Menschen mit angeborener Taubheit oder Schwerhörigkeit das Hören ermöglicht. Ein potenzieller Kandidat ist das Gen für das Innenohrprotein Otoferlin. Wie das Wissenschaftsmagazin „ScienceDaily“ schreibt, führen bereits kleine Mutationen in Otoferlin zu hochgradiger Taubheit. Bislang gingen Forscher davon aus, dass das Otoferlin-Gen nur den Zweck hatte, den Schall in den sensorischen Haarzellen im Innenohr zu kodieren. Forscher der University of Oregon haben jetzt herausgefunden, dass eine verkürzte Version dieses Gens die Transmembrandomäne enthält. Sie vermuten, dass diese Transmembrandomäne vorhanden sein muss, damit Otoferlin die mit Neurotransmitter gefüllten synaptischen Vesikel korrekt mit der Zellmembran verbindet. Dies stellt nach Ansicht der Forscher einen wichtigen mechanischen Schritt für die Freisetzung von Neurotransmittern während der Kodierung von Tönen dar.        ML

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