Im Mittelpunkt der diesjährigen Kam-pagne zum Welttag des Hörens 2026 stand das Thema Longevity – und damit die Frage, wie gesundes und selbstbestimmtes Altern langfristig gelingen kann. Hörgesundheit spielt dabei eine zentrale Rolle. Die EuroTrak-Deutschland-Hörstudie zeigt, dass etwa 10 % der deutschen Bevölkerung ihre Hörfähigkeit als gemindert ansehen, das entspricht etwa 9,1 Mio. Menschen. Allerdings verzichten mehr als 20 % auf eine fachliche Diagnose. Darüber hinaus zeigt die Studie, dass mehr als ein Drittel der Befragten noch nie einen Hörtest gemacht haben. „Eine frühzeitige Versorgung mit modernen Hörsystemen sorgt für mehr Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe. Daher sind regelmäßige Hörtests zur Orientierung wichtig“, bestätigt Beate Gromke, Präsidentin der Europäischen Union der Hörakustiker. Laut Studie liegt auch die wahrgenommene mentale und physische Erschöpfung bei Hörgeräteträgern, beispielsweise nach einem anstrengenden Arbeitstag, deutlich niedriger als bei jenen, die ihre Schwerhörigkeit nicht mit Hörsystemen ausgleichen. „Das steigende gesellschaftliche Interesse an Longevity ist ein hervorragender Anlass, auf die Bedeutung der Pflege der Hörgesundheit – also Lärmschutz und regelmäßige Hörtests – hinzuweisen“, betont Dr. Stefan Zimmer, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands der Hörsysteme-Industrie (BVHI).
