Auf dem Foto ist ein Gebäude des Unternehmens zu sehen
Foto: Askar /AdobeStock

Sony hat den Verkauf seiner drei Over-the-Counter(OTC)-Hörgerätemodelle in den USA eingestellt, berichtet das Onlinemagazin „MedWatch“. Zuvor hatten der japanische Technologiekonzern und der dänische Hörgerätehersteller WS Audiology (WSA) beschlossen, ihre im Jahr 2022 geschlossene Partnerschaft nicht zu verlängern. Auf Nachfrage von „MedWatch“ äußerte sich WSA nicht zu den Gründen für die Beendigung der Partnerschaft. Betont wurde allerdings, dass die Sony-OTC-Hörgeräte noch einige Monate über bestimmte Vertriebskanäle von WSA erhältlich sein werden. Zudem würden bestehende Kunden weiterhin Garantie- und Serviceunterstützung erhalten. Sonys starke Marke und Vertriebskanäle sollten in Kombination mit der Technologie von WSA den seinerzeit neuen OTC-Markt in den USA stärken. 2022 entschied die Food and Drug Administration (FDA), den rezeptfreien Verkauf von Hörgeräten ohne Beteiligung eines Audiologen zuzulassen. Laut der US-Plattform „Hearing Tracker“ haben die OTC-Hörgeräte von Sony gute Bewertungen erhalten, auch weil WSA einen soliden virtuellen Support bereitstellte. Dennoch sei es weder den etablierten Akteuren noch den kostengünstigen chinesischen Anbietern gelungen, mit OTC-Geräten ein profitables Geschäft aufzubauen, erklärt der Aktienanalyst und Beobachter der Hörgerätebranche Niels Granholm Leth gegenüber „MedWatch“. Laut Leth wird es zukünftig keine Partnerschaften zwischen Hörgeräteherstellern und großen Unterhaltungselektronikmarken wie Sony und Sennheiser geben, vielmehr würden erstere ihre eigenen Marken für OTC-Geräte nutzen.

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