Kann eine individuell optimierte Lautheitswahrnehmung das Sprachverstehen im Störschall spürbar verbessern? Dieser Frage widmet sich das Projekt „Einfluss optimierter Lautheitswahrnehmung auf das Sprachverstehen im Störschall” (EOL), das Teil des Forschungsverbunds Hörwerk ist. Im Fokus steht die Messmethode revoloud, bei der die Nutzer Signale hinsichtlich ihrer empfundenen Lautheit bewerten. Binnen weniger Minuten entsteht daraus eine Lautheitskarte, die sichtbar macht, in welchen Frequenz- und Lautstärkebereichen die Anpassung bereits gut funktioniert – und wo Optimierungsbedarf besteht. Die Messung selbst dauert etwa fünf bis acht Minuten und liefert dem Hörakustiker eine zusätzliche, strukturierte Grundlage für die individuelle Feinabstimmung. EOL untersucht, ob eine Hörgeräteanpassung mit revoloud zu einem besseren Sprachverstehen im Störschall führt als eine ausschließlich nach Standardverfahren angepasste Versorgung. Zugleich wird geprüft, ob sich die Feinabstimmung dadurch effizienter gestalten lässt. An dem Projekt beteiligt sind das Hörzentrum Oldenburg, die HNO-Universitätsmedizin der Goethe-Universität Frankfurt sowie Mitgliedsunternehmen von pro akustik, in denen die Untersuchung vor Ort durchgeführt wird.
