Bildbeschreibung: Auf der linken Seite des Fotos steht in buten Großbuchstaben das Wort Rare Disease Day. Auf der rechten Seite sind zwei nebeneinander liegende Hände abgebildet, in deren Handflächen eine bunte Schleife liegt.
Foto: itakdalee/iStockphoto.com

Beim „Tag der Seltenen Erkrankungen“ am 28. Februar 2026 rückte die Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie eine Tumorart in den Fokus, von der viele Menschen noch nie gehört haben: Paragangliome im Kopf-Hals-Bereich, auch bekannt als Glomustumoren. Meist sind diese Tumoren zwar gutartig, können jedoch unbehandelt schwerwiegende gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Glomustumoren entstehen aus Zellen des vegetativen Nervensystems und treten im Kopf-Hals-Bereich vor allem an der Halsschlagader, im Mittelohr oder an der seitlichen Schädelbasis auf. Trotz ihrer Gutartigkeit können sie Nerven und Gefäße verdrängen oder zerstören. Frühe Symptome wie ein pulsierendes Ohrgeräusch oder eine Hörminderung werden häufig nicht realisiert oder fehlgedeutet. Erst im fortgeschrittenen Stadium kommt es zu schwerwiegenden Beeinträchtigungen. Viele Patienten mit seltenen Tumoren erleben eine lange Phase der Unsicherheit, in der Symptome unterschiedlich interpretiert und unzutreffende Diagnosen gestellt werden. Häufig verstreichen Jahre, bis eine entsprechende Diagnose erstellt wird. Nur wenn seltene Erkrankungen stärker sichtbar werden, können Betroffene rechtzeitig die Hilfe erhalten, die sie benötigen.

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