Dank künstlicher Intelligenz (KI) könnte die Ausbildung im Handwerk individueller werden und die Auszubildenden dort abholen, wo sie gerade stehen. Dadurch würden Unterschiede in Vorkenntnissen nivelliert. Genau hier setzt das neue Verbundprojekt „Ausbildung mit KI individuell und kompetenzorientiert begleiten (AKib)“ an, das von der Handwerkskammer Region Stuttgart, dem Fraunhofer IAO und der Pädagogischen Hochschule (PH) Ludwigsburg initiiert wurde. Ziel ist die Entwicklung einer KI-gestützten Lernplattform für die überbetriebliche Ausbildung (ÜBA). In der ÜBA lernen Auszubildende praktische Fertigkeiten in spezialisierten Bildungszentren, die für den Beruf und die Abschlussprüfung notwendig sind, aber nicht von jedem kleinen Handwerksbetrieb vermittelt werden können. Die digitale Lernplattform (LXP) analysiert den Wissensstand der Auszubildenden und stellt darauf basierend mithilfe von KI Aufgaben und Lernmaterialien zur Verfügung. Auszubildende sollen über die neue Lernplattform ihre Stärken und Lernlücken frühzeitig erkennen und gezielt aufarbeiten – bestenfalls vor dem Start eines ÜBA-Lehrgangs. Darüber hinaus kann LXP für die Prüfungsvorbereitung genutzt werden. Sie soll ab September 2028 zur Verfügung stehen und zunächst in der Kraftfahrzeugtechnik, der Holztechnik sowie der Zahntechnik eingesetzt werden, deren ÜBA an der Bildungsakademie der Handwerkskammer Region Stuttgart stattfindet.
