Wissenschaft, Selbsthilfe und Wirtschaft fordern eine nationale Strategie für Hörgesundheit – mit dem Ziel, dass Hörgesundheit in Deutschland endlich strategisch und ganzheitlich gedacht wird. Um das Vorhaben voranzutreiben, hat sich im Rahmen des europäischen Hearing Health Forums eine Expertengruppe gebildet, die ein Positionspapier erarbeitet hat. Das Hearing Health Forum EU (HHFEU) ist ein europäisches Netzwerk, das sich für die Förderung der Hörgesundheit, die Früherkennung von Hörverlust und den Zugang zu Behandlungen in der Europäischen Union einsetzt. In dem Positionspapier wurden konkrete Maßnahmen entlang der Versorgungskette formuliert. Neben einem flächendeckenden Hörscreening vom Kindesalter bis ins hohe Erwachsenenalter fordern die Experten z. B. eine stärkere Integration der Hördiagnostik in bestehen- de Vorsorgeprogramme. Sie verlangen konsequente Lärmschutzmaßnahmen in der Arbeitswelt und Freizeit, den Ausbau digitaler und telemedizinischer Versorgungsangebote sowie den Abbau von Barrieren für Menschen mit Hörbeeinträchtigung. Letzteres soll zur Teilhabe beitragen, die Selbstbestimmungsrechte von Patienten durch Aufklärung stärken sowie den Abbau von Vorurteilen gegenüber Hörbeeinträchtigung fördern. An der Initiative beteiligt sind der Deutsche Hörverband e. V., der Deutsche Schwerhörigenbund e. V., die Deutsche Cochlea-Implantat-Gesellschaft e. V., die Europäische Vereinigung der Cochlea- Implantat-Nutzer a.s.b.l. sowie die Hearing-Gruppe. Unter dem nachfolgenden QR-Code kann das Positionspapier unterzeichnet und abgerufen werden.
