In den kommenden Jahren wird der Absatz von Hörsystemen steigen, da die Babyboomer zunehmend ins Versorgungsalter kommen. Welche Anforderungen diese Zielgruppe hat, zeigt eine Civey-Studie, die von Alteos in Auftrag gegeben wurde. 29,5 % der Befragten schreiben Hörakustikern die Rolle eines Coachs zu, der die Bedienung des Hörgeräts für sie vereinfacht. Auf digitale Unterstützung setzt ein kleinerer Teil: 13,4 % wünschen sich Hilfe aus der Ferne ohne Termin, 8,2 % sehen im Hörakustiker ihren digitalen Partner, der Geräte und Apps vernetzt, und 6,9 % betrachten ihn als Experten in puncto Datenschutz und Aufklärung. Als Trendscout, der neue Funktionen frühzeitig präsentiert, sehen ihn nur 5,3 % der Befragten.
Mit Blick auf ihr Technikverständnis sind Babyboomer heterogen. Für die Digital Minimalists (51,4 %) müssen technische Geräte lediglich funktionieren. Die Silver Geeks (28,2 %) zeigen sich dagegen besonders technikaffin. Daneben gibt es die Tech Stressed, die sich von der technischen Entwicklung überfordert fühlen, sowie die Offliner, die digitale Angebote ablehnen. Dementsprechend unterscheiden sich die Erwartungen an Hörakustiker: 41,1 % der Digital Minimalists bevorzugen den persönlichen Kontakt, nur 8,6 % eine rein digitale Kommunikation und 40,1 % eine Mischung aus beiden. Für 21,1 % der Silver Geeks steht die persönliche Beratung im Vordergrund, während 21,6 % ein rein digitales Angebot ausreichend finden. Die Mehrheit (50,2 %) bevorzugt jedoch eine hybride Lösung. In den beiden technikskeptischeren Gruppen wünschen sich jeweils mehr als die Hälfte einen persönlichen Kontakt zum Hörakustiker (Tech Stressed: 56 %, Offliner: 53,5 %), während digitale Services deutlich seltener gefragt sind. Für die Untersuchung wurden zwischen dem 21. und 28. August 2025 insgesamt 2.500 Personen im Alter von 55 bis 70 Jahren befragt. Den Download des vollständigen Reports gibt es hier.
